Wir über uns

Der Osttiroler Tierschutzverein arbeitet seit vielen Jahren ehrenamtlich für den gesamten Bezirk Osttirol. Von Jahr zu Jahr steigt die Zahl steigt die Zahl der Fälle von herrenlosen Tieren, die an den Verein gemeldet werden. Das zeigt einerseits ein ziemlich wachsendes Bewusstsein der Bevölkerung gegenüber Tieren in Not, andererseits sind es – so glaube ich – auch Bestätigung und Anerkennung der vom Verein geleisteten Arbeit. Diese Anerkennung zeigt sich auch bei den zwei großen Flohmärkten, die jährlich unter großem Aufwand aller Beteiligten ehrenamtlich durchgeführt werden. Die Sachspendenbereitschaft der Osttiroler Bevölkerung für den guten Zweck zugunsten hilfebedürftiger Tiere ist enorm.

 

Tagtäglich gibt es beim Verein mehrere Anrufe um Hilfestellung. Immer wieder werden wir auch von der Polizei kontaktiert, wenn ein herrenloser Hund dort abgegeben oder gemeldet wird. Da wir kein Tierheim für die Unterbringung von Hunden haben, bedeutet das jedes Mal eine besondere Herausforderung, auf schnellem Weg einen Pflegeplatz zu finden (besonders bei Anrufen in der Nacht, häufig am Wochenende, bei größeren Veranstaltungen). Herrenlose Hunde finden sich vor allem im Sommer und Herbst (werden z.B. auf der Alm zurückgelassen). Nicht nur Polizei, sondern auch Rettung und Sozialsprengel melden sich bei uns, wenn eine alleinstehende Person einen Krankenhausaufenthalt zu absolvieren hat und Haustiere versorgt werden müssen.

Ein großes Problem in Osttirol stellt – bedingt durch den Großteils ländlichen Raum – die Anzahl der herrenlosen Katzen dar. Wir versuchen zwar, dem durch vermehrte Kastration entgegenzuwirken, scheitern jedoch häufig an der Einsicht der Notwendigkeit bei den Besitzern, insbesondere bei den Landwirten. Durch die stetige Vermehrung bekommen wir dann Fälle von Nachbarn gemeldet, wo 20 oder mehr Katzen herumirren, teilweise durch Inzucht schwer krank.  Solche Situationen erfordern dann einen aufwändigen Einsatz: Damit sich diese – häufig sehr scheuen und nicht zu domestizierenden – Katzen wenigstens nicht mehr vermehren können, fangen wir sie mit Lebendfallen ein und lassen sie kastrieren. Anschließend werden sie 2-3 Tage versorgt, um eine mögliche Infektion auszuschließen und dann am gewohnten Ort ausgelassen. Wir errichten dann an solchen „Sammelplätzen“ eine Trockenfutterstelle, die von jemandem Ortsansässigen betreut wird. Eine solche Kastration erfordert neben hohen Tierarztkosten sehr viel Zeitaufwand und Fahrten mit dem Privat-PKW.

 

Mitarbeiter, die sich um herrenlose Tiere kümmern, sind nicht nur in Lienz stationär. Wir haben engagierte Menschen zur Hilfe im Oberland,  im Osttiroler Teil des Lesachtales, im Iseltal und auch im Lienzer Talboden. So kann der jeweilige Fall effizient „bearbeitet“ werden. Ich möchte betonen, dass all diese tierfreundlichen Helfer selbstverständlich ehrenamtlich arbeiten. Für diese Arbeit stellen sie nicht nur ihre Zeit, sondern auch ihr Privatauto zur Verfügung.

 

Gemeldet und von uns versorgt werden von Katzen über Hunde bis hin zu Kaninchen, Schildkröten verletzten Vögeln, kleinen Nagern (Meerschweinchen, Degus, Chinchillas) bis hin zum Storch (zu schwach zum Weiterflug) und ausgesetztem Papagei alles.

 

 

KASTRATIONEN UND TIERVERMITTLUNGEN IM JAHR 2014

 

Der Osttiroler Tierschutzverein ließ im vergangenen Jahr 251 Katzen kastrieren (man bedenke, dass ein Katze schon mit 6 Monaten trächtig werden kann und dann jährlich 2 Würfe mit 3 – 5 Jungen hat).

Siehe folgende wissenschaftlich erwiesene Katzenvermehrung:

Wenn man davon ausgeht, dass ein Katzenweibchen pro Jahr zweimal Nachwuchs bekommt und jeweils 3 Kätzchen pro Wurf überleben, dann ergibt das nach 10 Jahren über 80 Millionen Kätzchen!

Die Lösung heißt daher: Kastration

 

Vermittlung von Katzen auf einen Dauerplatz :  128

Vermittlung von Hunden: 12   (außerdem wurden viele entlaufene Hunde den Besitzern wieder zurückgebracht)

Zusätzlich viele Kaninchen, Kleinnager,....






Ohne Kastration würden aus einem Katzenweibchen in 10 Jahren 80 Millionen Kätzchen entsprießen.